Introitus: Gaudeamus omnes in Domino
Kyrie
Gloria
Graduale : Propter veritatem
Credo
Offertorium: Assumpta est Maria
Sanctus & Benedictus
Communio: Optimum partem
Agnus Dei
In der Musikgeschichte gilt Giovanni Pietro Aloisio Sante da Palestrina (geboren Anfang Februar 1514 oder 1515 (oder auch 1524, 1525 oder 1529); gestorben 2. Februar 1594 in Rom) als „Erneuerer der Kirchenmusik“.
Sein geistliches Werk umfaßt u.a. 105 Messen, über 370 Motetten, 35 Magnificatvertonungen und 68 Offertorien.
Die sechsstimmige Messe „Assumpta est Maria“ wurde ohne Druckangabe veröffentlicht.
Kompositorisch fühlte sich – auch oder eben vor allem als Komponist in kirchlichen Diensten – der traditionellen Gregorianik, also dem homophonen gregorianischen Choral, verpflichtet. Das hieß für seine Kompositionen, daß trotz kunstreicher (lies: polyphoner) Struktur der eigentliche liturgische Text verständlich bleiben sollte.
Die Komposition stand immer unter dem Primat der katholischen Meßliturgie; es dominierten die klassischen Choralmessen.
Dennoch herrscht kein Zweifel darüber, daß Palestrina auch als Choralreformator ein Mann der Mehrstimmigkeit blieb und daß historische Pietät nicht seine Sache war. Den Choral hat er nur als (allerdings primäre) Anregung zur Polyphonie betrachtet.
Am deutlichsten offenbart sich diese seine eigenartige künstlerische Haltung auf dem Gebiet der Messe, dem Hauptgebiet seines Schaffens. Palestrina darf wohl, nicht nur was die künstlerische Qualität, sondern auch was die erstaunlich hohe, kaum von einem einzelnen Komp. überbotene Zahl seiner Messen betrifft, als der größte Meister innerhalb dieser Gattung nicht allein seiner eigenen Epoche gelten. (Von den 105 Messen sind 40 vierstimmig angelegt, 38 fünfstimmig und 22 Messen sechsstimmig.)
Unter dem Begriff Palestrinastil wird nicht nur den persönliche Kompositionsstil des Komponisten verstanden, sondern darunter versteht man seit dem frühen 17. Jh. ein didaktisch vermitteltes, kontrapunktisches Satzmodell. Wichtigstes Merkmal ist die melodische, rhythmische und harmonische Ausgewogenheit der Komposition. Große Intervallsprünge werden vermieden oder mit Gegenbewegung in Sekundschritten beantwortet. Die Harmonik beruht größtenteils auf grundstelligen Dreiklängen, die Verwendung von Sextakkorden unterliegt strenger Reglementierung. Die Rhythmik steigert sich von langen Notenwerten zu Beginn des Stücks hin zu schnellerer Bewegung, wobei das Nebeneinander von stark kontrastierenden Notenwerten vermieden wird. (Heute wird der Palestrinastil im Rahmen der Musikwissenschaft als exempla-risch für die Musik des 16. Jahrhunderts gelehrt.) Polyphonie und Homophonie haben mit ihm ein Stadium bemerkenswerten Gleichgewichts erreicht.
Nicht nur geschrieben von pelagia (64) am 07.03.2010 12:47
schon zu hören - besser: SCHÖN ZU HÖREN1
Die Missa Assumpta est Maria war mir bisher unbekannt. Besonders schön das Kyrie. Und diese Stimmen! Hervorragend, und ein Danke wäre fast zu wenig Würdigung dieser Musik.
Herzlich ID
Bei diesen wunderbaren Klängen geschrieben von immergruen am 08.03.2010 10:24
und Stimmen wünschte ich mir manchmal, ich säße ganz allein in diesem Raum und könnte die Klänge einatmen mit dem Weihrauchduft und dem Staub der Jahrhunderte.
Danke, immergruen