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Protest gegen Bau einer Moschee?


  • Protest gegen Bau einer Moschee?
    geschrieben von Sirona am 15.03.2017 11:29

    Kreuze gegen Moschee

    „Ich denke an manchen Tagen, dass es besser wäre, wenn wir gar keine Religionen mehr hätten. Alle Religionen und alle Heiligen Schriften bergen ein Gewaltpotenzial in sich. Deshalb brauchen wir eine säkulare Ethik jenseits aller Religionen. In den Schulen ist Ethikunterricht wichtiger als Religionsunterricht. Warum? Weil zum Überleben der Menschheit das Bewusstsein des Gemeinsamen wichtiger ist als das ständige Hervorheben des Trennenden“.
    (Dalai Lama)


    Damit ist der Dalai Lama in der Spur Jesu. Auch Jesus verstand sich nicht als Gründer einer großen Weltreligion, sondern vielmehr als der Überwinder jeder dogmatisierten Religion. Nicht umsonst eckte er ständig mit den damaligen Schriftgelehrten und Pharisäern an, die auf strikte Einhaltung des Gesetzes pochten ungeachtet menschlicher Tragödien, die daraus entstehen könnten. Für ihn war das wirkliche Verhalten wichtiger als jedes religiöse Lippenbekenntnis. Und gerade deshalb ist mir dieser Jesus so sympathisch; in seinen Gleichnissen wird seine Einstellung zum Nächsten überdeutlich.

    Im obigen Link wird eine Protestaktion gegen die Errichtung einer Moschee mit Minarett durch das Aufstellen von Kreuzen gestartet. Könnten wir uns vorstellen, dass sich Jesus daran beteiligen würde, für den jeder Mensch gleich welcher Nation auch immer ein Kind Gottes war? Sollten nicht gerade Christen, die sich gerne als Nachfolger dieses humanistisch eingestellten Jesus ausgeben, vielmehr Toleranz, Verständnis und Entgegenkommen zeigen? Nicht durch Worte wird eine Religion glaubhaft, sondern durch die Anwendung und Umsetzung ihrer ethischen Lehre.

    Autor:  w Sirona
    Beiträge 1874
     
  • Re: Protest gegen Bau einer Moschee?
    geschrieben von kahate64 am 30.03.2017 00:53

    Hallo Sirona,
    hallo liebe Mitleserinnen und Mitleser!
    Protestaktion gegen den Bau einer Moschee - hmm-
    Eigentlich müsste der Thread anders überschrieben sein, z. B.:

    Welt-Ethik statt Religions-Vielfalt!

    Wenn schon bzw. wie hier der Dalai-Lama zitiert wird, das empfinde ich als eine epochale Erkenntnis.
    Die Vielzahl der Religionen in unserer Welt, die bringt es tatsächlich nicht - aber
    sie ist mit Sicherheit ein Ausdruck der ganz individuellen menschlichen Vielfältigkeit.

    Jeder Mensch als Einzelwesen mit seinem ganz persönlichen eigenen freien Willen ist entweder auf der Suche danach oder hat ihn auch schon gefunden, seinen ganz persönlichen Glauben.
    Und genau an diesem Punkt muss die Überlegung einsetzen, ob dieser eigene persönliche Glaube nur etwas beinhaltet, was sich von anderen Glaubenden unterscheidet oder ob der eigene Glaube sich ohne Ausnahme in das "Bewußtsein des Gemeinsamen zur Erhaltung der Menschheit" einfügt.
    Mit den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft haben wir heute Grundlagen zur Hand, die den früheren Schriftgelehrten und den Verfassern der alten "Heiligen Schriften" auch nicht ansatzweise zur Verfügung standen.

    Was hindert uns also daran, ein völlig neues und für alle Menschen verständliches Gottesbild zu entwerfen?

    Für alle Menschen, die sich ernsthaft mit der Frage nach dem "Woher" befassen, wird irgendwann doch einmal klar, dass das gesamte Universum mit Milliarden von Galaxien und Abermilliarden von Systemen nicht so einfach, Knall auf Fall aus dem Nichts gekommen sein kann. Unsere Wissenschaft hat festgestellt, dass sich unser Weltall immer weiter ausdehnt. Damit erscheint doch die Theorie, dass das Weltall (Universum) wohl vor so etwa 13,7 Milliarden Jahren aus einem Urknall hervorgegangen ist, ziemlich plausibel. Eine absolute Beweisführung ist niemals möglich, denn es gibt keine Zeugen dieses Ereignisses.
    Es gibt aber auch nichts, was gegen diese Urknall-Theorie steht und warum sollten wir sie dann nicht in unsere weiteren Überlegungen einbeziehen?

    Für alle Menschen, die sich ernsthaft mit den Fragen nach dem "Warum" und "Wohin" befassen, wird auch einmal klar, dass es neben der gesamten materiellen Welt auch eine nicht an Materie, Raum und Zeit gebundene spirituelle Welt gibt. Alles, was überhaupt existiert, ist nicht rein aus Zufall so entstanden, wie es sich heute darstellt. Alles ist bis ins kleinste Detail strukturiert und geordnet. Alles enthält Sinn und Geist, auch wenn das von uns Menschen oft nicht gleich zu erkennen und erst recht auch nicht messbar ist.
    Was ist es, das in uns den Geist ausmacht? Was ist unser unverwechselbares "Inneres", das individuelle Bewußtsein jedes einzelnen Menschen, unser Denken, Fühlen und Empfinden und alles, was unsere Persönlichkeit ausmacht. Wir bezeichnen es als unser inneres Wesen, unsere Seele, unseren Geist.

    Unser Geist und Sinn, unsere Seele ist nicht an Raum und Zeit gebunden und steht somit in unmittelbarem Zusammenhang mit der spirituellen Welt, der Welt des Geistes. Wir gehen zu Recht davon aus, dass unsere Seele unsterblich ist. Der Körper geht mit dem Tod wieder ein, er geht zurück in den "Kreislauf der Materie".
    Unsere Seele aber ist und wird in anderer Form wieder Teil der spirituellen Welt. Sie kehrt zurück in den Gesamtgeist Gottes und findet dort den für sie bestimmten ganz eigenen Platz...

    Genau so sehe ich das - und ich sehe, dass es gut wird.
    Keine Trauer, keine Klage, kein Schmerz - unendlicher Friede wird sein
    und wir sind nicht mehr weiter "nur" im Glauben.
    Wir alle werden dann wissen, wer, was und wie GOTT IST !

    Autor:  m kahate64
    Beiträge 113
     
  • Re: Protest gegen Bau einer Moschee?
    geschrieben von kunvivanto am 30.03.2017 13:36 als Antwort auf kahate64 vom 30.03.2017 00:53

    Zitat von kahate64

    Was hindert uns also daran, ein völlig neues und für alle Menschen verständliches Gottesbild zu entwerfen?
    Dass jeder Mensch anders tickt. Er kann nur den Anteil von Gott verstehen, der seinem eigenen Wesen entspricht.
    Darum gibt es 7 Mrd Vorstellungen von Gott. Denn sogar der Gott von der Stange, den die Religionsgemeinschaften anbieten, wird von jedem Anhänger anders interpretiert.
    Das Einzige, was wir von Gott wirklich wissen können, sind die in der Natur hinterlegten Gesetze. Je besser jemand die versteht, umso besser kommt er mit der Welt zurecht. Und auch das geht nur individuell. Die Erde ist nichts weiter als eine Schule.
    Wichtig ist also, dass niemand sein eingeschränktes Verständnis über Gott anderen überzustülpen versucht, die doch ganz andere Teile von ihm sehen. Toleranz wäre die Welt-Ethik.

    Autor:  m kunvivanto
    Beiträge 699
     
  • Re: Protest gegen Bau einer Moschee?
    geschrieben von kahate64 am 04.04.2017 00:22 als Antwort auf kunvivanto vom 30.03.2017 13:36

    Hallo kunvivanto,
    danke für Deinen Beitrag.
    Ich kann Deine Überlegungen durchaus nachvollziehen, aber ich kann ihnen nicht im vollen Umfang beipflichten. Weißt Du, was ich empfinde?
    Ich empfinde, dass Du Angst hast. Ich spüre, dass Du kein Vertrauen einerseits in Dich selbst und andererseits Deinen 7 Mrd. Mitmenschen gegenüber hast. In allem, was mit Deinem Wissen über Gott, das sich offenbar nur auf die erkannten Naturgesetze bezieht, nicht übereinstimmt, befürchtest Du, dass versucht wird, Dir etwas überzustülpen. Und dann schickst Du den Knaller los: "Toleranz wäre die Welt-Ethik".

    Ich sehe das ganz anders.
    In einer "Welt-Ethik" darf Toleranz zwar nicht fehlen, aber sie kann keinesfalls als Nummer 1 dastehen.
    Toleranz bedeutet doch, das Andere zu dulden, Anderes gleichrangig neben allem Eigenen stehen oder gelten zu lassen. Toleranz führt doch zum absoluten Individualismus; alles steht für sich alleine nebeneinander und das führt letztendlich dazu, dass es keinerlei Gemeinsamkeiten mehr gibt.

    Nach meiner Erkenntnis muss eine Welt-Ethik in allererster Linie auf Gemeinsamkeit aufbauen, auf Zusammengehörigkeit, auf gegenseitiger Unterstützung in jeder Form, auf gegenseitigem Verständnis, auf dem uneigennützigen "Für-einander-da-sein", auf gegenseitiger Achtung in jeder Form - letztendlich
    auf ehrlicher Liebe zur Welt, zur Natur und zu jedem der 7 Mrd. Mitmenschen auf dieser Erde.
    Das und nur DAS kann in meinen Augen die Grundlage zu jeder Form von Welt-Ethik bilden.
    So sehe ich das...
    Herzliche Grüße von kahate64

    Autor:  m kahate64
    Beiträge 113
     
  • Re: Protest gegen Bau einer Moschee?
    geschrieben von kunvivanto am 04.04.2017 06:05 als Antwort auf kahate64 vom 04.04.2017 00:22

    Zitat von kahate64
    Ich empfinde, dass Du Angst hast. Ich spüre, dass Du kein Vertrauen einerseits in Dich selbst
    *pruuust*
    Wenn ich nicht so abgebrüht wäre, hätte ich jetzt vor Lachen den Bildschirm vollgespuckt.
    Zitat von kahate64
    und andererseits Deinen 7 Mrd. Mitmenschen gegenüber hast.
    In Menschen schon. Aber weniger in die Systeme und Gurus, auf die sie hereinfallen.
    Das hat nichts mit Vertrauen/Misstrauen zu tun, sondern mit Beobachten und Wissen, oder einfach Lebenserfahrung.
    Zitat von kahate64
    In allem, was mit Deinem Wissen über Gott, das sich offenbar nur auf die erkannten Naturgesetze bezieht,
    Alles, was über die Naturgesetze hinausgeht, ist Glaube. Und der ist individuell. Nur über das Naturwissen ist weltweite Einigung möglich (außer mit denen, die wissenschaftliche Erkenntnisse leugnen).
    Zitat von kahate64
    In einer "Welt-Ethik" darf Toleranz zwar nicht fehlen, aber sie kann keinesfalls als Nummer 1 dastehen.
    Toleranz bedeutet doch, das Andere zu dulden, Anderes gleichrangig neben allem Eigenen stehen oder gelten zu lassen.
    Was den Glauben betrifft. Um den ging es doch eigentlich.
    Hinsichtlich des Verhaltens sind weltliche Gesetze nötig, auf die sich die Menschen (hoffentlich demokratisch) einigen.
    Zitat von kahate64
    Toleranz führt doch zum absoluten Individualismus;
    Nein. Sie führt (nur) dazu, dass nicht der eine den anderen vereinnahmen oder gar unterdrücken will.
    Du kennst offenbar die Individualpsychologie von Alfred Adler nicht.
    Zitat von kahate64
    Nach meiner Erkenntnis muss eine Welt-Ethik in allererster Linie auf Gemeinsamkeit aufbauen, auf Zusammengehörigkeit, auf gegenseitiger Unterstützung in jeder Form, auf gegenseitigem Verständnis, auf dem uneigennützigen "Für-einander-da-sein", auf gegenseitiger Achtung in jeder Form - letztendlich auf ehrlicher Liebe zur Welt, zur Natur und zu jedem der 7 Mrd. Mitmenschen auf dieser Erde.
    Das und nur DAS kann in meinen Augen die Grundlage zu jeder Form von Welt-Ethik bilden.
    Und genau dazu ist es erforderlich, die Streitereien über die unterstellten Eigenschaften eines imaginären Wesens zu unterlassen.

    Das Fazit meiner eigenen Glaubensentwicklung entspricht ungefähr Deiner Vorstellung. Aber nur ungefähr, denn da ich mich gründlich damit auseinandersetzen musste, ist es etwas klarer.

    Autor:  m kunvivanto
    Beiträge 699
     
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