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  • Re: Schöne Lyrik
    geschrieben von Sirona am 19.04.2017 08:48



    Bei einer Linde
    Joseph von Eichendorff

    Seh ich dich wieder, du geliebter Baum,
    in dessen junge Triebe
    ich einst in jenes Frühlings schönstem Traum
    den Namen schnitt von meiner ersten Liebe?

    Wie anders ist seitdem der Äste Bug,
    verwachsen und verschwunden
    im härt’ren Stamm der vielgeliebte Zug,
    wie ihre Liebe und die schönen Stunden!

    Auch ich seitdem wuchs stille fort, wie du,
    und nichts an mir wollt weilen,
    doch meine Wunde wuchs - und wuchs nicht zu,
    und wird wohl niemals mehr hienieden heilen.

    Autor:  w Sirona
    Beiträge 1876
     
  • Re: Schöne Lyrik
    geschrieben von Milan am 19.04.2017 16:05

    Milan(Milan)


    Heinrich Seidel (1842-1906)
    April
    April! April!
    Der weiß nicht, was er will.
    Bald lacht der Himmel klar und rein,
    Bald schaun die Wolken düster drein,
    Bald Regen und bald Sonnenschein!
    Was sind mir das für Sachen,
    Mit Weinen und mit Lachen
    Ein solch Gesaus zu machen!
    April! April!
    Der weiß nicht, was er will.
    O weh! O weh!
    Nun kommt er gar mit Schnee!
    Und schneit mir in den Blütenbaum,
    In all den Frühlingswiegentraum!
    Ganz greulich ist's, man glaubt es kaum:
    Heut Frost und gestern Hitze,
    Heut Reif und morgen Blitze;
    Das sind so seine Witze.
    O weh! O weh!
    Nun kommt er gar mit Schnee!
    Hurra! Hurra!
    Der Frühling ist doch da!
    Und kriegt der raue Wintersmann
    Auch seinen Freund, den Nordwind, an
    Und wehrt er sich, so gut er kann,
    Es soll ihm nicht gelingen;
    Denn alle Knospen springen,
    Und alle Vöglein singen.
    Hurra! Hurra!
    Der Frühling ist doch da!

    Autor:  m Milan
    Beiträge 360
     
  • Re: Schöne Lyrik
    geschrieben von Roxanna am 21.04.2017 08:27



    Sehnsucht nach dem Frühling

    O, wie ist es kalt geworden
    Und so traurig, öd' und leer!
    Raue Winde weh'n von Norden
    Und die Sonne scheint nicht mehr.

    Auf die Berge möcht' ich fliegen,
    Möchte seh'n ein grünes Tal,
    Möcht' in Gras und Blumen liegen
    Und mich freu'n am Sonnenstrahl;

    Möchte hören die Schalmeien
    Und der Herden Glockenklang,
    Möchte freuen mich im Freien
    An der Vögel süßem Sang.

    Schöner Frühling, komm doch wieder,
    Lieber Frühling, komm doch bald,
    Bring' uns Blumen, Laub und Lieder,
    Schmücke wieder Feld und Wald!

    Ja, du bist uns treu geblieben,
    Kommst nun bald in Pracht und Glanz,
    Bringst nun bald all deinen Lieben
    Sang und Freude, Spiel und Tanz.

    August Heinrich Hoffmann von Fallersleben


    Liebe Clematis, du hast das Gedicht weiter vorne schon mal eingestellt. Ich hole es noch einmal hervor , weil es so gut passt und vielleicht hilft es ja. Die Sonne scheint zwar, aber es ist sehr kalt.

    Autor:  w Roxanna
    Beiträge 6253
     
  • Re: Schöne Lyrik
    geschrieben von Roxanna am 28.04.2017 10:04




    Frühlingslied

    In der Laube von Syringen,
    Oh, wie ist der Abend fein.
    Brüder, laßt die Gläser klingen,
    Angefüllt, mit Maienwein.

    Heija, der frische Mai,
    Er bringt uns mancherlei.
    Das Schönste aber hier auf Erden
    Ist lieben und geliebt zu werden.
    Heija, im frischen Mai.

    Über uns die lieben Sterne
    Blinken hell und frohgemut,
    denn sie sehen schon von ferne,
    auch hier unten geht es gut.

    Wer sich jetzt bei trüben Kerzen
    Der Gelehrsamkeit befleißt,
    Diesem wünschen wir von Herzen,
    daß er bald Professor heißt.

    Wer als Wein- und Weiberhasser
    jedermann im Wege steht,
    Der genieße Brot und Wasser,
    Bis er endlich in sich geht.

    Wem vielleicht sein altes Hannchen
    Irgendwie abhanden kam,
    Nur getrost, es gab schon manchen,
    Der ein neues Hannchen nahm.

    Also, eh der Mai zu Ende,
    Aufgeschaut und umgeblickt,
    Keiner, der nicht eine fände,
    Die ihn an ihr Herze drückt.

    Jahre steigen auf und nieder;
    Aber, wenn der Lenz erblüht,
    Dann, ihr Brüder, immer wieder
    Töne unser Jubellied.

    Heija, der frische Mai,
    Er bringt uns mancherlei,
    Das Schönste aber hier auf Erden
    Ist lieben und geliebt zu werden,

    Heija, im frischen Mai.

    Wilhelm Busch

    Autor:  w Roxanna
    Beiträge 6253
     
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